#Tipp - Vom richtigen Umgang mit Ratgebern

Künftig möchte ich euch hier in diesem Blog unter #Tipp gerne Hinweise und Tipps und später unter #QA auch Antworten auf Fragen geben. Zuvor ist es mir allerdings ein Anliegen, diese kurze Einführung über den richtigen Umgang mit Tipps und Ratgebern zu schreiben.

 

Wenn dir folgende Situation bekannt vorkommt, dann lies bitte aufmerksam zu Ende: Du bist mit irgendeiner Eigenschaft, einem Charakterzug oder einem äußeren körperlichen Merkmal unzufrieden und willst gerne etwas ändern. Nehmen wir zum Beispiel das Thema „Gewicht“. Du bist mit deinem Gewicht unzufrieden und willst abnehmen. Im Bücherregal oder im Internet fällt dein Blick auf einen Ratgeber mit dem Titel „Abnehmen im Schlaf – Wie Sie in nur 4 Wochen zur Traumfigur gelangen“. Reizt es dich, einmal in diesen Ratgeber hineinzuschauen? Würdest du den Ratgeber kaufen, wenn es dir wirklich ernst mit dem Abnehmen wäre? Wahrscheinlich ja, weil du dir eine Methode, einen hilfreichen Tipp oder eine klare Anleitung zum Abnehmen erhoffst. Richtig? Lediglich der gesunde Menschenverstand könnte seine Skepsis gegenüber einem Versprechen, das „zu gut um wahr zu sein“ ist, äußern und dich davon abhalten in überflüssige Ratschläge Geld zu investieren. Dennoch soll es immer wieder Leute geben, die derlei Ratgeber lesen und am Ende enttäuscht sind, dass es mit dem Abnehmen einfach nicht geklappt hat. Falls es dir auch schon so ergangen ist, dann sei gnädig mit dir selbst. Es ist ganz einfach, warum Ratschläge in den meisten Fällen nicht funktionieren:

  1. Sie sind von jemand anderem.
  2. Alleine durch das Lesen kommt es noch nicht zur Veränderung, dafür muss man selbst auch etwas tun.

Ratgeber sind sicherlich hilfreich, wenn es um Haushaltstipps geht, um die kleinen Herausforderungen des Alltags, aber nicht, wenn es um die wichtigen und großen Fragen des Lebens geht. Einem Ratgeber mit dem Titel „Wie werde ich glücklich“ solltest du deutlich mehr skeptisch gegenüberstehen, als dem Ratgeber „5 Tipps für weiße Wäsche“.

Eines haben alle Ratgeber gemeinsam: Wenn du dich für den Titel interessierst, dann spricht es irgendeinen Wunsch in dir an. Das kann für dich hilfreich sein, um zu erfahren, welche Bedürfnisse du hast oder welcher Wunsch sich hierin zeigt. Für die Verwirklichung eignen sich die Entdeckung und Nutzung deiner inneren Ressourcen jedenfalls besser, als die Tipps im Ratgeber.

 

Daher gebe ich im Coaching auch keine Ratschläge, sondern unterstütze den Klienten dabei, die inneren Ressourcen zu mobilisieren und selbst eine Lösung zu entwickeln, die dann auch wirksam ist, weil sie eben eine eigene und keine fremde Lösung ist.

Bei meinen Tipps hier im Blog findest du eine Mischung aus Hinweisen, Empfehlungen und Fragen, die du für dich kritisch überprüfen solltest. Lass die Tipps auf dich wirken und nimm an, was sich richtig anfühlt. So wie Paulus seine Gemeinde in Thessaloniki ermahnt: Prüfet alles, und behaltet das Gute!